Über mich

Ich bin Archäologin, viel auf Reisen und betrachte die Welt durch eine Brille, die namengebend für diesen Blog war. Ich halte Augenblicke (im wahrsten Sinne des Wortes) gerne fotografisch fest, und genauso gerne beschreibe ich meine Erlebnisse in Texten. Diesen Blog führe ich als Privatperson – er schildert dementsprechend meine ganz subjektiven Eindrücke von Menschen, Ländern und Mentalitäten. 2014 gegründet, hat er mich durch ein Forschungssemester in Cambridge, auf archäologischen Reisen von Avignon bis Zaragoza und während meines viermonatigen Reisestipendiums mit dem Fahrrad von Südfrankreich bis nach Tunesien begleitet. Inzwischen bin ich Dozentin und Sammlungskuratorin an der Uni Heidelberg, aber das ist für mich kein Grund, mit persönlichen Perspektiven und Erfahrungen die Öffentlichkeit zu scheuen – auch wenn vielleicht die ein oder anderen KollegInnen, Studierenden oder Vorgesetzten mitlesen.

Reisen bedeuten für mich nicht nur Einblicke in andere Kulturräume, sondern auch Reflexion und Selbsterkenntnis. Andere Lebensformen zu sehen heißt immer auch, die eigenen Normen und Werte in Frage zu stellen. Der Vergleich anderer Kulturen zur eigenen Kultur kann uns aber auch verstehen lassen, wo wir selbst hingehören, wo wir uns zu Hause fühlen und warum. Reisen erfordert Empathie: sich in eine andere Mentalität hineinzudenken und sich entsprechend zu verhalten; es sensibilisiert uns für andere Wertvorstellungen und dafür, wie diese artikuliert werden. Nicht zuletzt prägen uns die Erfahrungen, Schwierigkeiten, vielleicht auch Gefahrensituationen, die wir unterwegs erlebt haben: Sie bereichern unsere geistige Flexibilität, schärfen die Fähigkeit, sich in einer unbekannten Umgebung zurechtzufinden, sich trotz Sprachbarrieren zu verständigen, Situationen und Menschen einzuschätzen, Lösungen für unerwartet auftretende Probleme jeglicher Art zu finden.

Ich bin eine große Europa-Liebhaberin, weil ich finde, unser Kontinent hat auf kleinem Raum eine solche Vielfalt an Mentalitäten, Sprachen, Naturräumen zu bieten, dass ich noch lange nicht damit fertig bin. Für mich muss es nicht immer möglichst weit weg und möglichst exotisch sein. Denn was gibt es Schöneres, als sich Freitag nachmittags in den Zug zu setzen und abends schon ein Weinchen in Paris, Wien oder Prag zu schlürfen? Fachlich zieht es mich in alle Länder rund ums Mittelmeer, und ich habe berufsbedingt viele Möglichkeiten, zu reisen. Wenn ich kann, verbinde ich eine Konferenzreise oder die Arbeit auf einer Ausgrabung mit einigen Tagen Urlaub im Anschluss, um einen Ort auf eigene Faust zu erkunden.

Archäologie ist mein Hobby und mein Beruf, aus dem ich manchmal „behind the scenes“, und oft von unterwegs, berichte. Dieser Blog hat aber auch Platz für schwere Gedanken oder Überlegungen zu unbequemen Themen, denn sie gehören zum Leben dazu. Ich bin ein Mensch, der sehr direkt und sehr pragmatisch ist – was mir auf dem Herzen brennt, das möchte ich gerne kommunizieren. Das ist eine Form von Befreiung und Lebensqualität für mich.

Meine Reisen lehren mich immer wieder, dass ich in gewisser Hinsicht wohl sehr deutsch bin: Ich lege Wert darauf, dass Dinge so funktionieren, wie sie angekündigt wurden. Ich tue mich schwer damit, fremde Menschen und Autoritätspersonen zu duzen und beim Vornamen zu nennen, seien es die Eltern von Freunden, meine Geigenlehrerin oder ehemalige Universitätsdozenten. Ich liebe es, zu planen und To-Do-Listen abzuarbeiten. Vielleicht bin ich manchmal etwas zu pflichtbewusst, was die Einhaltung von Terminen und Fristen angeht, allerdings lege ich diese Maßstäbe auch bei Anderen an.

Warum ich blogge? Weil ich meine Sicht auf die Welt gerne teile; weil ich genauso gerne schreibe wie fotografiere; weil ich hoffe, dass andere Spaß daran haben, einmal durch meine Brille zu schauen. Da ich viel unterwegs bin, bietet der Blog Freunden und Familie außerdem bei Bedarf die Möglichkeit, mitzuverfolgen, was ich gerade wo auf der Welt tue.

 

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ein Kommentar

  1. Ich habe gerade Ihre Einleitung (Über Mich) gelesen. Ich fand sie hoch interessant. Den Post über Marrakesch konnte ich leider nicht finden. Ich erhielt den Hinweis, oops ich konnte die Seite nicht finden. Vielleicht klappt es das nächste mal.

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