Über mich

Ich bin Archäologin, viel auf Reisen und seit Kurzem trage ich eine Brille, durch die ich nun die Welt betrachte und die namengebend für diesen Blog war. Ich halte Augenblicke (im wahrsten Sinne des Wortes) gerne fotografisch fest und habe einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik und Symmetrie. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich Stifte oder Papiere auf meinem Schreibtisch parallel zur Tischkante anordne. Mein Hang zu Struktur und Ordnung lässt sich vermutlich auch in vielen meiner Fotos unschwer erkennen.

Reisen bedeuten für mich nicht nur Einblicke in andere Kulturräume, sondern auch Reflexion und Selbsterkenntnis. Andere Lebensformen zu sehen heißt immer auch, die eigenen Normen und Werte in Frage zu stellen. Reisen kann insofern identitätsstiftend sein, als der Vergleich anderer Kulturen zur eigenen Kultur uns verstehen lässt, wo wir selbst hingehören, wo wir uns zu Hause fühlen und warum. Reisen fördert das Empathievermögen, denn es erfordert, sich in eine andere Mentalität hineinzudenken und sich entsprechend zu verhalten; es sensibilisiert uns für andere Wertvorstellungen und dafür, wie diese artikuliert werden. Nicht zuletzt prägen uns die Erfahrungen, Schwierigkeiten, vielleicht auch Gefahrensituationen, die wir unterwegs erlebt haben: Sie bereichern unsere geistige Flexibilität, schärfen die Fähigkeit, sich in einer unbekannten Umgebung zurechtzufinden, sich trotz Sprachbarrieren zu verständigen, Situationen und Menschen einzuschätzen, Lösungen für unerwartet auftretende Probleme jeglicher Art zu finden.

Ich bin eine große Europa-Liebhaberin, weil ich finde, unser Kontinent hat auf kleinem Raum eine solche Vielfalt an Mentalitäten, Sprachen, Naturräumen zu bieten, dass ich noch lange nicht damit fertig bin. Für mich muss es nicht immer möglichst weit weg und möglichst exotisch sein. Denn was gibt es Schöneres, als sich Freitag nachmittags in den Zug zu setzen und abends schon ein Weinchen in Paris, Wien oder Prag zu schlürfen? Berufsbedingt bin ich viel unterwegs und wenn ich kann, verbinde ich eine Konferenzreise oder die Arbeit auf einer Ausgrabung mit einigen Tagen Urlaub im Anschluss, um einen Ort auf eigene Faust zu erkunden. Am liebsten bereise ich europäische Metropolen, und die Impressionen meiner Reisen sind in diesem Blog zu finden – mal eher text-, mal bildlastig.

Archäologie ist mein Hobby und mein Beruf, aus dem ich manchmal „behind the scenes“ berichte. Ich mache aber auch gerne Sport, koche gesund, liebe ausgedehnte Frühstücke, bastele ausgefallene Geschenke und fabriziere schickes Fingerfood. Auch das wird auf so manchem Foto hier zu sehen sein. Und ich bin (endlich!) in einer Lebensphase angekommen, in der ich ziemlich genau weiß, was ich will und was ich vom Leben, von Freundschaften und von meinem Partner erwarte. Auf diesem Blog geht es um die Dinge, die das Leben (aus meiner Sicht) bereichern. Dazu gehören auch manchmal schwere Gedanken.

Meine Reisen lehren mich immer wieder, dass ich in gewisser Hinsicht wohl sehr deutsch bin: Ich lege Wert darauf, dass Dinge so funktionieren, wie sie angekündigt wurden. Ich tue mich schwer damit, fremde Menschen und Autoritätspersonen zu duzen und beim Vornamen zu nennen, seien es die Eltern von Freunden, meine Geigenlehrerin oder ehemalige Universitätsdozenten. Ich bin (vielleicht manchmal zu) pflichtbewusst, was die Einhaltung von Terminen und Fristen angeht, die meine Arbeit betreffen, aber ich bin dafür genauso gewissenhaft, wenn es darum geht, Verabredungen mit Freunden einzuhalten.

Warum ich blogge? Weil ich meine Sicht auf die Welt gerne teile; weil ich genauso gerne schreibe wie fotografiere; weil ich hoffe, dass andere Spaß daran haben, einmal durch meine Brille zu schauen. Da ich viel unterwegs bin, bietet der Blog Freunden und Familie außerdem bei Bedarf die Möglichkeit, mitzuverfolgen, was ich gerade wo auf der Welt tue.

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ein Kommentar

  1. Ich habe gerade Ihre Einleitung (Über Mich) gelesen. Ich fand sie hoch interessant. Den Post über Marrakesch konnte ich leider nicht finden. Ich erhielt den Hinweis, oops ich konnte die Seite nicht finden. Vielleicht klappt es das nächste mal.

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