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Living in… Cambridge

Cambridge erinnert mich sehr stark an meine Heimatstadt, Heidelberg (nicht umsonst sind die beiden Partnerstädte): Es ist eine kleine, heile Welt, wie unter einer akademischen Käseglocke. Das Gefährlichste, was einem hier nachts begegnen kann, sind sturzbetrunkene Erstsemester, die freshers. Allerdings wirkt hier alles exklusiver und elitärer. Das Stadtzentrum wird von der altehrwürdigen Universität dominiert, überall ragen die Türme und Zinnen der Colleges hervor. Ihre steinernen Fassaden wirken wie Burgen mitten in der Stadt, und als Neuling fühlt man sich erstmal ausgeschlossen, alleingelassen vor den mächtigen Toren.

Cambridge pretty much reminds me of my native town, Heidelberg: an old university town that feels like the safest place in the world. The most threatening people are drunk freshers staggering around in the streets at night. Colleges dominate the city centre of Cambridge like castles; their impressive stone gates seem inaccessible, and everything here feels exclusive and elitist.

Allabendlich sieht man Studenten in ihren schwarzen Roben zu formal dinners in ihr College eilen. Es hat etwas von Harry Potter – mit Hunderten von Touristen dazwischen. Touristen dürfen nur wenige Teile der weitläufigen Flure und Gärten der Colleges betreten, oft nur gegen Eintrittsgebühr. Tipp: Wenn man eine Abendmesse in einer der College-Kapellen besucht, erhält man Einlass, ohne bezahlen zu müssen. Die Messen  (evening services) sind i. d. R. am Eingangstor der Colleges mit Uhrzeiten angeschrieben; besonders berühmt: Die King’s College Chapel, wo Gottesdienste im Dunkeln bei Kerzenlicht gehalten werden. Man muss allerdings frühzeitig da sein, da sie gut besucht sind. Hier einige der Colleges, die man kostenlos besichtigen kann (Magdalene College, Pembroke College, Gonville and Caius College):

When students in black gowns are heading to formal dinners at their colleges at night, many visitors to Cambridge feel reminded of the Harry Potter films. Tourists have access to only restricted areas of the colleges and often have to pay fees. But if you visit an evening service in one of the college chapels, you can enter the college for free (services are announced at the college entrances). Very famous: Services by candlelight in the King’s College Chapel. Visits to some colleges are always free of charge: e.g. Magdalene College, Pembroke College, Gonville and Caius College (see pictures below).

Was bei einem Besuch in Cambridge natürlich nicht fehlen darf, ist ein punting trip, eine Fahrt mit dem Stocherkahn. Wer sich das Manövrieren nicht selbst zutraut, kann sich für 10-14£ pro Person eine Stunde lang über den Fluss kutschieren lassen und unfähige Stocherkahn-Fahrer auslachen. Vom Fluss aus hat man außerdem Einblick in die Gärten der Colleges – und immer ein Paar Beine im Bild. Schöner ist so eine Fahrt natürlich, wenn man nicht alleine ist.

If you visit Cambridge, a punting trip on the river Cam is indispensible. One hour chauffeured tours cost about 10-14£ per person and are fun, especially if you are not alone. You can have a look at the backyards of the colleges and laugh about other tourists who are incapable of punting properly.

In diesem schönen Städtchen lebe ich nun für sechs Monate. Manchmal kann ich selbst nicht fassen, was für ein Glück ich habe. Vor allem bin ich hier, um Zeit und Ruhe zum Schreiben zu haben, um mich einmal sechs Monate ausschließlich meiner Dissertation widmen zu können. Cambridge ist dafür bestens geeignet: Es ist nicht nur eine der weltweit renommiertesten Unis mit bestens ausgestatteten Bibliotheken, sondern die Stadt ist auch überschaubar, so dass man (ich) sich schnell einlebt. Die schönsten ersten Eindrücke habe ich bei einer morgendlichen Joggingrunde in Jesus Green, dem Grünareal praktisch vor meiner Haustür, gesammelt:

I’m incredibly thankful to have the possibility to live and study in Cambridge for six months. Within the semester (i.e. two English terms) I spend here, I want to focus on writing several chapters of my PhD dissertation. Cambridge has not only one of the best universities in the world with excellent research resources but is also a beautiful city that made me feel home quickly. During a morning run in my first week here, I shot these pictures of Jesus Green, a beautiful area just across the road from my house:

Von meinem Zimmer aus blicke ich direkt auf den River Cam, und was gibt es Schöneres als morgens genüsslich seinen Kaffee zu schlürfen, während andere ihr sportliches Tageswerk erst noch leisten müssen?

The windowed bay of my room has a view on the river Cam. While having a coffee in the sun, I can watch runners and other passers-by.

Zum Abschluss noch ein komprimiertes Bild englischen Lebens:

One more impression of life in England:

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