Reisen / Travel

Stone circles and Roman magic

An ice-cold day in Stonehenge and Bath:

Instead of spending Saturday at home, wrapped in comfy pyjamas, and getting some rest, my Dutch house mate Mandy and I had decided to get up at 6 o’clock in the morning to join a group of old-age pensioners on their day trip to Stonehenge and Bath. The bus ride from Cambridge to Stonehenge took two and a half hours, just enough to get some more sleep. At the site, we had to fight with nasty wind gusts, because the whole area is totally flat and unprotected. The region around belongs to the Ministry of Defence, with the homebase of the royal artillery close by, and is basically an army playground. That is why the landscape there seems so empty, whereas Great Britain on the whole – according to our tour guide – is one of the most densely populated countries in the world.  Stonehenge itself is more impressing than I had thought (disappointed people had told me that it is way smaller than it looks on photographs), but crowded by tourists who are difficult to avoid in your pictures. There are more of such stone circles in the UK, but Stonehenge is the most well-known one. In the recently built visitor centre, you can buy pinkish souvenirs and visit some reconstructed neolithic huts.

Anstatt den Samstag, eingepackt in flauschige Klamotten, gemütlich zu Hause zu verbringen, hatten meine holländische Mitbewohnerin und ich uns entschieden, um 6 Uhr morgens aufzustehen, um uns einer Gruppe von Rentnern auf ihrem Tagestrip nach Stonehenge und Bath anzuschließen. Die Busfahrt von Cambridge nach Stonehenge dauerte ungefähr zweieinhalb Stunden – gerade genug für ein Nickerchen. Vor Ort sahen wir uns fiesen Windböen ausgesetzt, denn die ganze Gegend ist komplett flach und dementsprechend ungeschützt. Sie ist gänzlich unbewohnt, weil sie der britischen Armee als Truppenübungsplatz dient; solche freien Flächen seien ansonsten rar, erklärte unser Guide, weil Großbritannien eines der dichtbesiedelsten Länder der Welt sei. Stonehenge selbst ist eindrucksvoller als ich gedacht hätte (ich hatte schon einige Beschwerden enttäuschter Besucher gehört, dass Stonehenge viel kleiner sei als es auf Fotos wirke), aber das Gelände ist von Touristen überlaufen, die einem ständig ins Bild stolpern. Es gibt in England noch mehr solcher Steinkreise, aber Stonehenge ist der bekannteste und meistbesuchte. Im neu gebauten Besucherzentrum kann man kitschige Souvenirs erwerben und rekonstruierte neolithische Hütten besuchen.

After two hours of freezing, the bus took us to Bath, another beautiful little city of similar size as Cambridge. Instead of Victorian style, you will find a lot of Georgian style architecture, dating back the 18th till the beginning of the 19th century. Bath is situated in a valley so that we had a nice view over the city before we actually entered it.

Nach zwei Stunden in der eisigen Kälte von Stonehenge ging es weiter nach Bath. Die Stadt hat ungefähr so viele Einwohner wie Cambridge und kann auch ästhetisch durchaus mithalten; anstelle der Viktorianischen findet man hier viel Georgianische Architektur aus dem 18. und beginnenden 19. Jahrhundert. Bath liegt in einem Talkessel, so dass wir bei der Anfahrt einen wunderschönen Blick über die Stadt hatten.

Already in Roman times was Bath, or Aquae Sulis back then, famous for its hot springs; Sulis is the name of a celtic goddess who was previously worshipped there and whom the Romans equated with Minerva. The well preserved and later built-up Roman baths were my highlight of the day. They also host a museum in which some of the over hundred curse-tablets found at the bottom of a fountain are displayed. Such magic lead tablets were used to make someone fall in love with the writer or to curse other persons. This kind of magic was addressed to the gods of the underworld, and it only worked if the person to curse never catched sight of the written spell. That is why people hid the tablets, by e.g. throwing them into a fountain, where no one would ever find them (except from archaeologists apparently). The texts often contain special magic words or drawings, and they sometimes refer to the object on which they were written, e.g. „may your hard be as cold as this piece of lead“.

Bath war schon in römischer Zeit unter dem Namen Aquae Sulis für seine heißen Quellen bekannt; Sulis war eine bereits zuvor dort verehrte keltische Göttin, welche die Römer mit Minerva identifizierten. Die gut erhaltenen und nachträglich ausgebauten römischen Thermen waren mein absolutes Highlight des Tages. Ein in dem Gebäudekomplex integriertes Museum beherbergt unter anderem einige der über hundert bleiernen Fluchtäfelchen, die auf dem Grund einer Quelle gefunden wurden. Auf solche Täfelchen schrieb man Liebesschwüre oder Verwünschungen bestimmter Personen, die man z.B. „binden“, d.h. handlungsunfähig machen wollte. Diese Form von Magie richtete sich an Götter der Unterwelt und sie funktionierte nur, solange die beschworene Person das Geschriebene nicht zu Gesicht bekam. Deshalb versteckte man die Täfelchen so gut wie möglich, und Quellen oder Brunnen waren dafür optimal. Die Texte enthielten z.T. magische Geheimwörter und Zeichnungen; oft bezog man das zu beschreibende Objekt mit ein, z.B. „Möge Dein Herz so kalt wie dieses Stück Blei werden“.

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